Mehr Infos zur Atmung
Wieso atmen wir nicht mehr richtig?
Was bei uns sehr viel anders ist, als bei den x-Millionen Generationen vor uns, oder uns von anderen Lungenatmern unterscheidet, sind die Umstände wie wir heute leben, uns ernähren, arbeiten, miteinander Kommunizieren, mit unseren Gefühlen und Emotionen umgehen und damit, wie wir Stress auf- und abbauen.
Was wird durch die Atmung alles beeinflusst?
Die Atmung hat einen direkten Einfluss auf unsere Blutgase und den pH-Wert des Blutes. Die Atmung beeinflusst deshalb sehr direkt unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit und unser Herz-Kreislaufsystem, unsere Psyche und mentalen Leistungen, unser Immunsystem, unser Energiehaushalt, unsere Verdauung, unser Nervensystem, unsere Muskeln, unsere Schlafqualität und unser Sexualleben.
Was ist natürliche Atmung?
Die natürliche Atmung ist die Nasenatmung. Der Hauptatemmuskel ist das Zwerchfell, wodurch die Atmung automatisch leicht, langsam und tief (unterer Atemraum – Bauch) gemacht wird.
Warum ist die Nase so wichtig?
Mit der Atmung durch die Nase wird die Atemluft perfekt an die Bedürfnisse unseres Körpers vorbereitet. Die Atemluft wird gefiltert, gesäubert, erwärmt, befeuchtet, gebremst und desinfiziert. Ausserdem ist die Wirkung auf das vegetative Nervensystem ausgeglichen, wodurch die Steuerung der inneren Organe optimal stattfinden kann.
Wie wirkt Stickstoffmonoxid?
Durch die Nasenatmung wird das, in den Nebenhöhlen gebildete, Stickstoffmonoxid aufgenommen und in unseren Körper geführt. Dieses Gas wirkt antibakteriell, antiviral, spielt eine vitale Rolle bei der Bekämpfung von Tumorzellen und stärkt das Immunsystem. Es wirkt gefässerweiternd (Atem- und Blutwege), blutdrucksenkend und ist, als Signalgeber, für die Leistungsfähigkeit unseres Nervensystems sehr wichtig.
Welche Rolle spielt CO2 bei der Atmung?
Das CO2 ist das wichtigste Molekül in unserem Atemprozess und dient dem Atemzentrum als Messgrösse. Es ist absolut notwendig zur Regelung des Säure-Basen-Haushalt. Das CO2 regelt Blutdruck und Herzleistung, die Magen-Darm-Tätigkeit, die Stoffwechseltätigkeit auf Zellebene, steuert Hormone und Enzyme, hat eine direkte Wirkung auf unser Nervensystem und ermöglicht den Organen und Muskeln, die Aufnahme von Sauerstoff aus dem Blut.
Warum sollten wir CO2-toleranter werden?
Wenn wir toleranter gegenüber CO2 sind, also der Anteil dieser Moleküle in unserem Organismus grösser sein darf, werden sämtliche Prozesse (siehe «welche Rolle spielt CO2...) in unserem Körper, deutlicher, entspannter, stabiler, sicherer, grosszügiger, fliessender, flexibler, leistungsfähiger und gesünder! Das wirkt sich 1:1 auf unser Empfinden und unsere Gesundheit aus.
Wie wichtig ist der pH-Wert im Blut und Körper?
Der pH-Wert in unserem Blut wird massgeblich durch die Balance von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) bestimmt. Der Toleranzbereich für unseren gesamten Organismus und in erster Linie für das Zentrale- und Periphere Nervensystem ist sehr klein. Über die Atmung kann direkt und sehr schnell Einfluss genommen werden. Alles andere geht viel langsamer, oder benötigt Mineralstoffe die andernorts im Körper gebraucht würden.
5 Prinzipien der natürlichen Atmung
- NASE – Die Nase ist zum Atmen und ist nicht nur für die Brille oder als Schmuckstück da! Die Mundatmung soll immer nur ein Ausnahmezustand sein (auch bei physischer Belastung z.B. Sport). Wenn du in die Mundatmung gehen musst, hast du atemtechnisch betrachtet, die Grenze deiner CO2-Toleranz überschritten. Leistungsfähigkeit Selbst-Erfahrung, -tests, -versuche
- Nach unten – der Atem ist diaphragmatisch. Das heisst, das Zwerchfell soll immer der aktivste Atemmuskel sein. Die hohe Brustatmung geschieht nur im Ausnahmefall, wenn wir physisch stark gefordert sind.
- Langsam – Die Atmung ist im Ruhe- oder entspannten Zustand, langsam und in einem fliessenden Rhythmus. Die Ausatmung ist tendenziell etwas länger als die Einatmung und nach der Ausatmung folgt eine kurze, natürliche Pause.
- Loslassen – Die Ausatmung geschieht passiv. Ein Loslassen in die Ausatmung hinein und ein Sich-öffnen für die Einatmung. Es ist eher ein Geschehen-lassen - als ein aktives Machen.
- Leise – Eine leise, sanfte Atmung hilft, das Atemvolumen nicht zu gross werden zu lassen. Dein Körper weiss genau wie gross das Atemvolumen sein muss.